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Diagnostik & Biomarker · Körperanalyse

DEXA-Scan: Körperzusammensetzung statt BMI

3 Min. Lesezeit 2026-05-11 YUTHI Redaktion

Der BMI verrät nicht, woraus dein Körper besteht. Ein DEXA-Scan zeigt genau, wie viel Muskel, Fett und Knochen du hast – und warum gerade das für ein langes Leben zählt.

Warum der BMI zu wenig sagt

Der Body-Mass-Index teilt das Gewicht durch die Körpergrösse im Quadrat. Er wurde im 19. Jahrhundert entwickelt, um Bevölkerungen zu beschreiben, nicht einzelne Menschen. Woraus die Masse besteht, ob Muskel oder Fett, und wo das Fett sitzt, kann er nicht unterscheiden.

Daraus folgen zwei typische Fehlurteile. Ein muskulöser Mensch landet bei einem BMI von siebenundzwanzig im Bereich Übergewicht, obwohl er einen niedrigen Fettanteil hat. Und jemand mit einem BMI von dreiundzwanzig kann gleichzeitig wenig Muskulatur und viel Bauchfett tragen – eine Kombination, die im Alter besonders ungünstig ist.

Was ein DEXA-Scan misst

Die Methode arbeitet mit Röntgenstrahlen zweier Energiestufen. Weil Knochen, Fett und Magerweichteilgewebe die beiden Energien unterschiedlich abschwächen, lässt sich aus dem Vergleich errechnen, wie viel von jedem vorhanden ist – und das nicht nur insgesamt, sondern getrennt nach Rumpf, Armen und Beinen.

Die Untersuchung dauert etwa zehn Minuten, man liegt angezogen auf einer Liege. Die Strahlenbelastung ist sehr gering: Sie entspricht etwa dem, was man an einem normalen Tag aus natürlichen Quellen aufnimmt – deutlich weniger als bei einem Röntgenbild des Brustkorbs.

Die zwei Zahlen, auf die es ankommt

Die erste ist das viszerale Fett – jenes Fett, das zwischen den Bauchorganen liegt. Es ist stoffwechselaktiv, gibt entzündungsfördernde Stoffe ab und hängt enger mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammen als das Unterhautfett. Der DEXA-Scan schätzt es eigens aus, während die Waage davon nichts weiss.

Die zweite ist der Appendicular Lean Mass Index: die Magermasse der Arme und Beine im Verhältnis zur Körpergrösse. Prado und Heymsfield beschrieben 2014, warum dieser Wert klinisch zählt – er ist der gebräuchliche Massstab für Sarkopenie und sagt Belastbarkeit, Sturzrisiko und Genesung nach Krankheit voraus.

Was der Scan kostet und wo seine Grenzen liegen

Eine Untersuchung kostet in der Schweiz je nach Anbieter hundert bis zweihundertfünfzig Franken und wird von der Grundversicherung nur bei medizinischer Indikation übernommen – etwa zur Knochendichtemessung bei Osteoporoseverdacht. Als reine Körperanalyse ist sie eine Selbstzahlerleistung.

Buckinx und Kollegen wiesen 2018 auf wichtige Grenzen hin: Der Flüssigkeitsstand verfälscht das Ergebnis, weil Wasser der Magermasse zugeschlagen wird. Und verschiedene Gerätehersteller liefern unterschiedliche Absolutwerte. Für Verlaufsmessungen gilt deshalb: immer dasselbe Gerät, immer ähnliche Bedingungen, nüchtern und vor dem Training.

Wann er sich lohnt und wann nicht

Sinnvoll ist ein Scan als Ausgangsmessung vor einer längeren Veränderung – etwa zu Beginn einer Gewichtsabnahme, um zu prüfen, ob wirklich Fett und nicht Muskulatur verschwindet. Eine Wiederholung nach sechs bis zwölf Monaten reicht; häufiger gemessen liegen die Veränderungen im Bereich der Messungenauigkeit.

Nicht sinnvoll ist er als regelmässige Kontrolle ohne Fragestellung. Und für den Alltag reichen einfachere Mittel weiter, als viele denken: Der Bauchumfang auf Nabelhöhe sagt über viszerales Fett fast so viel aus und kostet nichts. In der Schwangerschaft wird DEXA nicht durchgeführt.

So hilft dir die YUTHI-App

Ergebnisse eines Scans trägst du mit Datum ein – Fettanteil, Magermasse, viszerales Fett – und siehst sie im Verlauf neben Gewicht, Bauchumfang und Trainingsdaten. Gerade die Kombination ist aussagekräftig: Ein gleichbleibendes Gewicht bei steigender Magermasse ist ein Erfolg, den die Waage allein verschweigt.

Vito und Vita erinnern an die Wiederholungsmessung in sinnvollem Abstand statt zu häufig. Und sie rechnen dir vor, was sich seit der letzten Messung tatsächlich verändert hat – getrennt nach Fett und Muskulatur.

Weiter in der App

Das war die Momentaufnahme. Die App macht daraus eine Begleitung.

Täglich messen statt einmal rechnen: Vito oder Vita ordnet deine Werte ein, baut dir einen Wochenplan und meldet sich, wenn etwas auffällt.

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Quellen